Vierde culturele salon Studio Sophia

1 april was een bijzondere dag in Studio Sophia. De vierde salon begon eigenlijk al aan het eind van de middag toen Robert Holl en pianist Roger Braun kwamen repeteren voor het concert de volgende dag in de kleine zaal van het Concertgebouw. Als afscheid van Rudolf Jansen had Rob twee bijzondere Schubertliederen uitgezocht: Greisengesang en Grenzen der Menschheit. Het was bijzonder mee te maken hoe het duo naadloos op elkaar ingespeelden, en Roger uit onze oude Ibach toch zo poëtisch en kleurrijk de tekst door Rob zo schitterend gezongen kon ondersteunen. De teksten zijn zo prachtig en filosofisch dat ik ze hier onder even voor jullie neer zet.

Na de repetitie dronken we een wijntje en aten we met elkaar een huisgemaakte minestrone-soep terwijl de harpiste Carla Bos en het publiek al binnenkwam voor de avondeditie van de salon. Naast haar concert- en lespraktijk is Carla ook verteller. Haar nieuwste sprookje, over een draak die verslagen moest worden met als beloning het koningskind, vertelde ze beeldend en sprankelend. Omdat ze toch haar harp had meegenomen hebben we toen samen ook nog wat Dowlands en wat oude Italianen gedaan. Als ‘Salonière’ (zoals Ellen van Lier me noemde;-) was dat voor een keer leuk, maar moet het geen regel worden. Het was daarna nog lang gezellig…

Greisengesang, Rückert

Der Frost hat mir bereifet des Hauses Dach;
Doch warm ist mir’s geblieben im Wohngemach.
Der Winter hat die Scheitel mir weiß gedeckt;
Doch fließt das Blut, das rote, durchs Herzgemach.

Der Jugendflor der Wangen, die Rosen sind
Gegangen, all gegangen einander nach –
Wo sind sie hingegangen? ins Herz hinab:
Da blühn sie nach Verlangen, wie vor so nach.

Sind alle Freudenströme der Welt versiegt?
Noch fließt mir durch den Busen ein stiller Bach.
Sind alle Nachtigallen der Flur verstummt?
Noch ist bei mir im Stillen hier eine wach.

Sie singet: “Herr des Hauses! verschleuß dein Tor,
Daß nicht die Welt, die kalte, dring ins Gemach.
Schleuß aus den rauhen Odem der Wirklichkeit,
Und nur dem Duft der Träume gib Dach und Fach!”

Grenzen der Menschheit, Goethe

Wenn der uralte,
Heilige Vater
Mit gelassener Hand
Aus rollenden Wolken
Segnende Blitze
Über die Erde sät,
Küss’ ich den letzten
Saum seines Kleides,
Kindlicher Schauer
Treu in der Brust.

Denn mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch.
Hebt er sich aufwärts
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgends haften dann
Die unsichern Sohlen,
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde.

Steht er mit festen,
Markigen Knochen
Auf der wohlgegründeten
Dauernden Erde:
Reicht er nicht auf,
Nur mit der Eiche
Oder der Rebe
Sich zu vergleichen.

Was unterscheidet
Götter von Menschen?
Daß viele Wellen
Vor jenen wandeln,
Ein ewiger Strom:
Uns hebt die Welle,
Verschlingt die Welle,
Und wir versinken.

Ein kleiner Ring
Begrenzt unser Leben,
Und viele Geschlechter
Reihen sich dauernd
An ihres Daseins
Unendliche Kette.